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Hier finden Sie einen typischen Sommertag dargestellt. Die Zeiten sind natürlich bis auf den Beginn um 9.00 Uhr eher Anhaltswerte und hängen vom Wetter etc. ab.

9.00 Uhr: Schüler, Fluglehrer, Flugleiter, Windenfahrer und Schlepppiloten haben sich zusammengefunden. Das Wetter verspricht gut zu werden. Jeder verspürt schon jetzt ein Kribbeln im Bauch. Bald geht es in die Luft. Zuvor müssen aber noch einige Aufgaben erledigt werden.

Zunächst treffen sich alle zum Briefing. Hier wird, anhand von Segelflugwetterberichten und diversen Wetter- und Windkarten erklärt, wie sich das Wetter über den Tag entwickeln wird und was das für die Flieger bedeutet, die vom Platz wegfliegen, also "über Land" gehen wollen. Danach werden die Aufgaben verteilt. Auch wenn man es zunächst nicht glauben mag, Segelfliegen ist Teamsport. Deshalb ist es auch wichtig, dass alle pünktlich da sind. Damit einer in die Luft kommt, müssen die anderen diverse Aufgaben übernehmen. Zu den bereits genannten kommen dann noch Startleiter, Seilholer und Schiebemannschaften hinzu.

9.30 Uhr: In Absprache mit dem Fluglehrer, legt der Flugleiter die Startrichtung fest. Damit ist klar, wo der Start und die Winde aufgebaut werden müssen. Die Hallentore werden geöffnet. Die Flieger werden rausgeholt und zunächst einmal bestückt. Batterien werden eingebaut, Fallschirme angeschlossen, Bordbücher verstaut. Dann geht es mit Sack und Pack an den Start.

Währenddessen baut der Windenfahrer sein Arbeitsgerät auf. Mit diesem werden später die Schulflieger auf etwa 350 m gezogen. Eine günstige Startart, speziell für den Fliegernachwuchs.

10.30 Uhr: Mittlerweile sind alle Flugzeuge am Start. Bevor überhaupt ein Start erfolgen kann, muss jeder Flieger ausführlich von innen und außen überprüft werden. Dabei wird geschaut, ob noch alles in Ordnung und der Flieger einsatzbereit ist. Dazu wird eine Checkliste abgearbeitet, um mit einer standardisierten Vorgehensweise Flüchtigkeitsfehler zu minimieren.

11.00 Uhr: Die Flieger sind überprüft, der Fluglehrer hat gegengezeichnet. Die Windenseile sind ausgezogen. Der Startwagen in Position und der Funk überprüft. Nun kann endlich der erste Start erfolgen. Die Ka13 ist unser gutmütiger Schuldoppelsitzer. Generationen von Piloten haben auf ihr die ersten "Hüpfer" gemacht. Der Flugschüler sitzt auf dem vorderen, dem Pilotensitz. Der Fluglehrer sitzt hinten. Alle Bedienungseinheiten sind doppelt vorhanden. Der Lehrer kann daher das Flugzeug komplett von hinten steuern.

11.05 Uhr: Der Flugschüler macht den sog. Vorflugcheck. Anhand einer Liste prüft er die wichtigsten Punkte ab, die für eine sichere Flugdurchführung benötigt werden. Erst wenn das gemacht ist, gibt er das Zeichen, dass er startbereit ist.

"Winde für den Start? "Die Winde hört." "Wir haben eine Ka13, doppelsitzig am Bachseil startklar". Der Windenfahrer muss aus Sicherheitsgründen alles zurücklesen. "Eine Ka13 am Bachseil startklar, die Winde ist ebenfalls startklar". "Bitte Seil anziehen." "Ziehe Seil an." "Straff, fertig, frei".

Die Besatzung drückt es nun in den Sitz. Die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h erfolgt in etwa 2-3 Sekunden. Kein Wunder, hat der Windenmotor auch gut über 300 PS! Nachdem die Maschine zunächst sanft abhebt, hängt sie der Pilot ab etwa 50 m Höhe richtig ans Seil. Dabei kann der Winkel durchaus 45 Grad erreichen.

Kurz vor dem Erreichen der Ausklinkhöhe wird die Flugbahn wieder flacher. Danach wird das Seil ausgeklinkt und der eigentliche Flug kann beginnen. Zu Beginn geht es vor allem darum, dass der Schüler Starten und Landen beherrschen lernt. Dazwischen werden dann noch Übungen eingestreut. Es ist aber nicht ungewöhnlich, dass die ersten Flüge nur 3-4 Minuten dauern. Mit der Zeit werden sie länger und die Aufgaben anspruchsvoller.

11.15 Uhr: Der Doppelsitzer ist wieder gelandet. Die Schiebemannschaft läuft los, um den Flieger wieder an den Start zu bringen, damit der nächste Schüler einsteigen kann.

ca. 13.00 bis 14.00 Uhr: Das Küchenteam informiert per Funk, dass das Mittagessen fertig ist. Die hungrigen Piloten werden versorgt, so dass sie nach dem Essen voller Tatendrang wieder am Flugbetrieb teilnehmen können.

So geht es den ganzen Tag über. Jeder kommt mal ans Fliegen, aber jeder muss auch helfen. Deshalb werden auch "Saisonarbeiter" nicht gerne gesehen, die später kommen und früher gehen. Vielmehr räumt man am Morgen die Flieger zusammen aus und am Abend gemeinsam wieder ein.

19.00 Uhr: Langsam neigt sich der Flugtag dem Ende zu. Die letzten Starts werden gemacht. Danach werden die Maschinen ausgeräumt und  von innen und außen sauber gemacht. Die Winde und sämtliche anderen Fahrzeuge werden in die Halle gebracht. Am Ende ist noch ein wenig Papierkram nötig. Die Flugbücher müssen geführt werden. Dann ist wieder ein "Schultag" zuende.

20.00 Uhr: Nun kann man in geselliger Runde den Tag im oder vor dem Clubheim ausklingen lassen. Bei Abendbrot und etwas zu trinken, werden die Erlebnisse des Tages ausgetauscht. Und manch Schüler hört gespannt den "Cracks" zu, die an solch einem Tag vielleicht 600 oder 700 km geflogen sind und viel zu erzählen haben.

 

 

 

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